Index: Konsolidierung der Mieten bei Wohnimmobilien

Der Deutsche Anlage-Immobilien Verbund (DAVE) ist sicher: Auch in diesem Jahr wird ein hoher Nachfrageüberhang bei Wohnimmobilien und Grundstücken zu verzeichnen sein.

Der Deutsche Anlage-Immobilien Verbund (DAVE) ist ein Zusammenschluss von elf Immobilienberatungsunternehmen, davon zehn inhabergeführten, mit über 560 Mitarbeitern an 29 Standorten in Deutschland.

Auf hohem Niveau

Zudem werden verlängerte Vermarktungszeiten bei Neubauten im gehobenen Preissegment registriert. Die Mieten befinden sich auf einem hohen Niveau und steigen vereinzelt bzw. ziehen im Bestand noch leicht an. Allerdings ist eine Tendenz zur Konsolidierung in Aussicht.

Jens Lütjen, Robert C. Spies in Bremen und Hamburg:

„Generell mischen sich die Investorenprofile und Märkte stärker als je zuvor. Das betrifft sowohl die Assetklassen, bei denen Mixed Used der neue Gewinner ist, als auch die regionale Umschichtungen in den Portfolien.“

Sven Keussen, Rohrer Immobilien München:

„Für das zweite Halbjahr gehen wir von einem größeren Angebot im Bereich Wohn- und Geschäftshäuser aus. Einige Projektentwickler werden projektierte und entwickelte Grundstücke auf den Markt bringen, was bereits im ersten Halbjahr spürbar war. Zudem erwarten wir weniger spekulative Käufe. In den vergangenen Jahren war das Einpreisen von Preissteigerungen gefühlte Gewohnheit der Verkäufer. Dies scheint nicht mehr durchsetzbar. Deswegen zeigen sich bei Preisen und Nachfrage erste Marktberuhigungen und längere Vermarktungszeiten, so dass auf Sicht mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen ist.“

Verknappung in allen Assetklasse

Peter Schürrer, DAVE Geschäftsführer, Schürrer & Fleischer Immobilien Stuttgart:

„Für Baden-Württemberg gehen wir weiter von Preissteigerungen in den städtischen Ballungszentren und deren Speckgürteln aus. Eine stabile Wirtschaft verbunden mit der anhaltenden Zuwanderung führen in diesen attraktiven, zukunftssicheren Lebensräumen für eine weitere Verknappung in allen Assetklassen. Das bedeutet steigende Preise für Kauf und Miete zumindest in den einfachen bis guten Lagen. Im Spitzensegment nehmen wir eine Verlangsamung der Nachfrage und Preisentwicklung wahr.“

Bernard Homann, Homann Immobilien Münster:

„Der starke Nachfrageüberhang bei Wohnimmobilien wird durch den Mangel an bebaubaren Grundstücken in Verbindung mit langen Genehmigungsprozessen sowie teilweise sehr restriktiven Bebauungsplänen, die eine Nachverdichtung verhindern, weiter verstärkt.“ DAVE wendet sich in diesem Zusammenhang deswegen an die Kommunen bzw. Politik.