Immobilie verkaufen oder vermieten? Ein Vergleich

Welche Vor- und Nachteile ein Verkauf oder eine Vermietung mit sich bringen und welche Variante wann zu empfehlen ist, zeigen die Experten des Full-Service Immobiliendienstleisters McMakler.

Die Ausgangssituation ist entscheidend

Bevor Eigentümer sich entscheiden, ob ein Verkauf oder eine Vermietung der richtige Weg ist, sollten sie ihre persönliche Ausgangssituation kennen.

  • Wie alt ist das Objekt?
  • Müssen Sanierungsmaßnahmen getätigt werden?
  • Handelt es sich um eine geerbte oder finanzierte Immobilie?

Die individuellen Gegebenheiten und Eigenschaften des Hauses oder der Eigentumswohnung entscheiden darüber, ob ein Verkauf oder eine Vermietung die sinnvollere Variante ist.

„Wer überlegt, sein Objekt zu verkaufen oder zu vermieten, sollte prüfen, ob ein möglicher Verkaufserlös oder eine Mietrendite zur rentableren Alternative gehört. Der Immobilienwert spielt dabei eine wichtige Rolle. Eigentümer sollten sich zudem bewusstwerden, ob sie zu einem späteren Zeitpunkt in die Immobilie zurückkehren möchten oder ob ein Einzug generell nicht mehr in Frage kommt“, sagt Lukas Pieczonka, Gründer und Geschäftsführer von McMakler.

Eine Frage des Geldes

In erster Linie wollen Eigentümer eins wissen: Was ist finanziell lukrativer? Hierbei kommt es nicht nur auf die Marktlage, sondern auch auf die finanzielle Situation des Eigentümers an. Während die einen eine einmalige und größere Geldquelle als schnellen Verkaufserlös bevorzugen, ist anderen ein kontinuierliches Einkommen durch Mieteinnahmen lieber.

„Wer sein Haus oder seine Wohnung zu einem hohen Erlös verkauft, kann für diese Summe beispielsweise eine neue Immobilie erwerben, Kredite abbezahlen oder einfach Geld anlegen. Ein Nachteil ist, dass die Rendite aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase bei klassischen Geldanlagen niedriger ist als bei Mietrenditen. Des Weiteren sinkt der Geldwert bei klassischen Geldanlagen inflationsbedingt“,

macht Pieczonka deutlich.

Steuerliche Angelegenheiten bei Verkauf und Vermietung

Wichtig: Auch beim Haus- oder Wohnungsverkauf müssen Immobilienbesitzer Steuern bezahlen. Es sei denn, die Immobilie war mindestens zehn Jahre im Besitz des Eigentümers und wurde vor dem Verkauf zu eigenen Zwecken genutzt. Da der Immobilienverkauf zu den privaten Veräußerungsgeschäften gehört, ist eine sogenannte Spekulationssteuer fällig.

„Wer als Eigentümer, diese Spekulationssteuer umgehen möchte, sollte das Objekt im Verkaufsjahr sowie in den beiden vorherigen Jahren selbst nutzen. Außerdem entfällt die Spekulationssteuer nach Ablauf der Zehn-Jahres-Frist und bei Vermietungen“,

erklärt Pieczonka von McMakler.

Mietrendite: zuverlässige Einnahmequelle?

Die Mietrendite ergibt sich aus den jährlichen Mieteinnahmen im Verhältnis zum Kaufpreis der Immobilie. Sie wird als stabile Einnahmequelle betrachtet, die als Altersvorsorge dient. Der jeweilige Mietpreisspiegel dient als Orientierungshilfe für die Jahresmiete.

„Wer als Eigentümer seine Immobilie vermietet, kann sie zu einem späteren Zeitpunkt selbst nutzen. Sollte es jedoch zu Mietausfällen kommen, müssen Vermieter in die eigene Tasche greifen, um die entstandenen Kosten zu bezahlen“,

macht Immobilienexperte Pieczonka klar.

Wird das Vermietungsgeschäft mit der Zeit zu zeit- und kostenaufwändig, besteht immer noch die Möglichkeit, das Objekt zu verkaufen. Der Verkaufserlös fällt dann aber durch die Abnutzung deutlich geringer aus, sodass sich ein Verkauf im Vorfeld mehr gelohnt hätte.