Ein Drittel der Immobilienbesitzer hat finanzielle Sorgen

Studie: Obwohl Immobilienbesitz oft genug als Kapitalanlage gilt, sitzen über ein Drittel der deutschen Eigentümer auf ihren Vermögenswerten fest und leiden unter finanziellen Engpässen im Alter.

Laut einer Studie der Gesellschaft für Immobilienverrentung DEGIV in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Marktforschungsinstituts Consumerfieldwork GmbH beschreiben 10, 2 Prozent der befragten Senioren ihre finanzielle Situation sogar trotz Immobilienbesitz als angespannt.

Mehr als einem Drittel fehlt Geld

Über 28,5 Prozent der Senioren in Deutschland können sich laut der Studie praktisch alles leisten, was sie möchten. Knapp 35 Prozent der Rentner erklären allerdings, dass ihnen hin und wieder Geld fehlt und sie genau kalkulieren müssen.

Vertiefend zeigt die Erhebung, dass die Eigentümer für Arzt- und Pflegekosten meist ausreichend Geld zur Verfügung haben, sie aber bei ihren Träumen, Reisen und der kulturellen Teilhabe oft Abstriche machen müssen.

Laut der DEGIV-Erhebung empfinden 10,2 Prozent der Befragten Immobilieneigentümer ihre finanzielle Situation sogar als angespannt. Sie geben an, im Rentenalter nicht aus dem Vollen schöpfen zu können. Freizeitangebote können nur selten wahrgenommen werden und eine kulturelle Teilhabe ist somit schwer realisierbar. Einige von ihnen haben sogar zu wenig Geld für eine adäquate Arzt- und Pflegeversorgung.

So fehlt es vielen älteren Menschen an Liquidität, obwohl sie über beachtliche Vermögenswerte in Form von gebundenem Immobilienkapital verfügen.

„Gerade in Großstädten kann die Diskrepanz zwischen Immobilienwerten und verfügbarer Rente durch die stark gestiegenen Immobilienwerte eklatant sein. Es mangelt an Geld für die Pflege oder für die Instandhaltung der Immobilie, teilweise reichen die finanziellen Mittel nicht für den adäquaten Lebensunterhalt – der eigentlich mit Blick auf die Vermögenswerte möglich wäre“,

erklärt Mesut Yikilmaz, Geschäftsführer der DEGIV GmbH.

Die Vermögenswerte werden in Betongold festgemacht und es fehlt an Liquidität. Als ein Lösungsansatz kommt für immer mehr Menschen die Immobilienverrentung in Frage.

„Die Verrentung der Immobilie eignet sich für Eigentümer ab 65 Jahren, die entweder verschuldet sind, eine geringe Rente beziehen oder ihr Haus nicht vererben wollen oder können. Zudem ist die Option für alle interessant, die ihre Rente ohne finanzielle Engpässe voll und ganz genießen möchten“, erklärt Yikilmaz. Der Bedarf am Thema Immobilienverrentung ist nach seinen Worten groß: In Deutschland ist der demografische Wandel weit fortgeschritten. Momentan gehört mehr als jede vierte Person zur Generation 60 plus. Im Jahr 2050 soll es mehr als jede dritte Person sein.