Deutsche Bank: Hauspreiszyklus geht 2019 weiter

Der Immobilienmarkt wird sich weiter gut entwickeln, so die Deutsche Bank. PROPERTY TOUR fasst zusammen.

Leipzig boomt und gilt als Klein-Berlin. Foto: Adler
Leipzig boomt und gilt als Klein-Berlin. Foto: Adler

Die wichtigste Botschaft lautet: Der bundesweite Hauspreiszyklus geht im Jahr 2019 weiter, aber die regionale Divergenz dürfte stark zunehmen und die kausalen Wirkungskanäle sehr viel komplizierter werden. Dies ergibt eine Analyse der Deutschen Bank, die PROPERTY TOUR vorliegt.

Die Kernaussagen der Deutsche Bank-Analyse:

Zuwanderung ist Wachstumstreiber

Dank Zuwanderung und eines sich weiter verbessernden Arbeitsmarktes werden Preise und Mieten im Wohnungsmarkt weiter steigen. Angesichts niedriger Zinsen dürfte auch die Bereitschaft, die aktuellen Preise zu finanzieren, bestehen bleiben.

Im Hausmarkt wird es kompliziert

Der Hauspreiszyklus wird aber zunehmend komplizierter. Dies gilt erstens, weil die Politik wohl weiter versucht, eine zusätzliche Steigerung von Mieten und Preisen zu verhindern. Auch diese Versuche werden unserer Einschätzung nach ihr Ziel weitestgehend verfehlen. Jedoch drohen Ausweichmöglichkeiten – wie beispielsweise eine geringere Bauqualität und inoffizielle Nebenabsprachen von Vermietern – an Bedeutung zu gewinnen.

Nord-Süd-Gefälle wird größer

Zweitens dürfte sich die schon bisher beobachtete Divergenz zwischen Regio- nen weiter verschärfen. Das Nord-Süd-Gefälle sowohl in West- wie in Ostdeutschland dürfte sich weiter verstärken. Süddeutsche Städte dürften weiterhin eine sehr viel höhere Preis- und Mietdynamik aufweisen als norddeutsche Städte. Zudem könnte in einigen Städten, die eine relativ elastische Bauaktivität und ein eher geringeres Bevölkerungswachstum aufweisen, der Zyklus in den nächsten Jahren vor dem bundesweiten Zyklus enden.

Berlin bleibt heiß

Kernaussagen zu Häusermärkten: In Berlin ist der Arbeitsmarkt eine Basis für langanhaltenden Superzyklus. Leipzig: „Klein-Berlin“ boomt.

Büromarkt zieht an

Im Büromarkt dürfte aufgrund des weiterhin guten Arbeitsmarktes die Nachfrage nach Büroflächen hoch bleiben. Die Leerstände fallen weiter.

Experten warnen vor Überbewertung

Wie in den letzten Jahren warnen wir: Die Überbewertungen und das Risiko ei- ner ausgewachsenen Preisblase im deutschen Häusermarkt steigen. Bis der Preisgipfel erreicht wird, dürften noch einige Jahre vergehen. Dies gilt sowohl bundesweit als auch für die meisten Metropolen.


PROPERTY TOUR Lesetipp

Die gesamte Analyse liegt online vor